Dienstag, 2. Dezember 2008

Thanksgiving - Big Bend National Park

Hallo Leser,
wie ihr euch denken könnt, haben wir den Thanksgivingfeiertag natürlich genutzt um ein verlängertes Wochenende zu machen. Dank Überstunden war das auch kein Problem. Für die 4 Tage haben wir uns auf unseren bisher größten Roadtrip aufgemacht. [1300 Meilen (2080km), 12h eine Strecke] Wir sind Mittwochsabends nach der Arbeit losgefahren, haben uns die Nacht hindurch abgewechselt mit Schlafen und Fahren und waren dann pünktlich zum Sonnenaufgang am Parkeingang.

Unser Zeltplatz war auch eine kleine Besonderheit. Wir waren die ersten Gäste darauf! Ein Ehepaar hat den kleinen Platz auf einem wunderschön gelegenen Hügel auf ihrem Grundstück vor kurzem erst angelegt und wir haben nur davon erfahren, weil der Rest des Parks völlig ausgebucht war. So verbrachten wir also 4 tolle Tage mit viel Wandern, Klettern, Fotografieren, Tiere suchen, Spaghetti kochen, Bierchen am Lagerfeuer trinken, Mexikaner am Flussufer beobachten und vielem mehr.

Die Landschaft im Süden Texas ist sehr eindrucksvoll. Wir haben zu dritt 1009 Fotos geschossen wovon ich euch einen kleinen Teil online gestellt habe (hier klicken).

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher in Del Rio einer kleinen Grenzstadt zu Mexico gemacht. Spasshalber sind wir einfach mal zu Fuß über die Grenze, das heißt auch über den Rio Grande gelaufen um uns in Mexiko umzuschauen. Die Wiedereinreise in die Staaten hat auch recht gut geklappt. Die "Customs and Border Patrol" war recht grosszuegig mit mir, da ich nicht ALLE Dokumente des Visums dabei hatte, sonder nur die aktuellen Blätter.

Tja, jetzt sind es nicht mal mehr 2 Wochen hier in Houston für mich. Dann geht es für eine Nacht nach West Lafayette zum Koffer abstellen. Schon am nächsten Tag beginnt unsere große Westküstentour. In Daten: Rückflug nach Indianapolis am 13.12.08 Flug nach San Francisco am 14.12.08. Ich bin wirklich gespannt auf die Westküste.

Zwar war meine Zeit hier in Houston für das Studium wenig förderlich, doch wir hatten hier trotzdem eine super Zeit. Wir haben so viel gesehen und erlebt und nette Leute kennengelernt.

Bleibt mir treu liebe Leser!
Bis zum nächsten Bericht!

PS: FOTOS!

Montag, 24. November 2008

New Orleans & Krokodile streicheln

Hey Blogleser,
wollte euch schnell von meinem unglaublichen Wochenende in New Orleans berichten.

...bevor ich's vergesse: Weiter unten gibt's die Fotos von Galvaston & San Jacinto....

Wir haben am Samstagmorgen mal wieder den Ion beansprucht und haben ihm die 5-einhalbstündige Fahrt an den Mississippi abgerungen. Unser treues Gefährt gibt zur Zeit nämlich unschöne Laute von sich, ist aber inzwischen in der Werkstatt. New Orleans ist immer noch größtenteils von Hurricane Kathrina beschädigt, lediglich der Stadtkern und das berühmte French Quarter sind wieder vollständig intakt. Dort hatten wir auch ein günstiges Hotel gefunden. Der Rest der Stadt ist nämlich recht gefährlich.

Uns hat das Flair von New Orleans gleich gepackt. Nach ein bisschen Schlendern (mit Bier!!! ist in New Orleans erlaubt/erwünscht!!!) sind wir auch schon in die erste Bar in der Bourbon Street gestolpert. Das geplante Abendessen haben wir kurzerhand ausgelassen und uns lieber aufgemacht die unzähligen Bars der Bourbon Street abzuklappern. Euch kommt der Bericht vielleicht bekannt vor...ja Austin war mit seiner 6th Street ähnlich, aber New Orleans ist besser glaubts mir. Überall Livemusik und prächtige Stimmung.

Am Sonntag haben wir auf dem Rückweg an einem der vielen Sümpfe des Mississipis Halt gemacht um eine "Swamp Tour" zu machen. Das war klasse. Wir haben viel über die Gegend erfahren, Schildkröten und Alligatoren gesehen und sogar einen kleinen Alligator gestreichelt.

Die vielen Plantagen entlang des Mississippi, auf denen früher die Sklaven z.B. Baumwolle pflückten haben wir uns auch angesehen, allerdings nur von außen. 15$ waren uns die Führungen dann doch nicht wert.

Ab Mittwochabend beginnt unsere Thanksgivingreise in den "Big Bend" Nationalpark nahe der Mexicanischen Grenze. 12h Hinfahrt, Zelten und Natur erkunden steht auf dem Program. Ihr dürft gespannt sein.

Gruß aus Pearland

Freitag, 21. November 2008

Galveston & San Jacinto

Hallo alle zusammen,
hier einige Impressionen meines letzten Wochenendes (15.+16.11). Wir hatten wie gesagt ein eher ruhiges Wochenende und haben uns am Samstag das Monument am Schlachtfeld von San Jacinto angeschaut, wo 1836 die Texaner nach vielen Niederlagen unter Sam Houston endlich die Mexikaner besiegten. Ausser der riesigen Säule, gab es noch ein Kriegsschiff aus dem 1. Weltkrieg zu besichtigen, das hat uns allerdings weniger interessiert. Die Säule an sich ist schon beeindruckend, aber sonst hatte die Location nicht wirklich was zu bieten. Wir haben die großen Wiesen genutzt um unseren neuen Football auszuprobieren. Viel beeindruckender war eigentlich die Fahrt durch das Viertel Pasadena. Dort reiht sich eine Raffinerie an die andere. In Houston wird nämlich so ziemlich alles Öl das aus dem Golf geholt wurde verarbeitet. Die Ausmaße der Anlagen sind enorm, der Gestank aber auch.

Am Sonntag ging es dann mal an die Küste nach Galvaston. Galvaston wurde von Hurricane Ike ja schlimm getroffen und daher auch Wochen nach unserer Ankunft noch für die Öffentlichkeit gesperrt. Früher war es wohl eine ganz nette, aber nicht wirklich schöne Insel mit Strandpromenade und einigen hübschen Häusern. Seit Ike ist dort aber vieles komplett zerstört. Zwar wurde schon viel aufgeräumt, doch sind noch viele Häuser beschädigt, es ist allgemein sehr dreckig (kein Wunder), und es liegen noch Trümmer zwischen den Häusern. Ein Besuch war es dennoch wert.

Am Sonntagabend waren wir bei Vanessas Tante zum Truthahnessen eingeladen. Das war wirklich schön. Wir haben das leckere Essen und die Atmosphäre sehr genossen.

Am Mittwoch haben wir unser erstes NBA Spiel gesehen. Das war klasse. Im Toyota Stadium in Houston haben die Houston Rockets gegen die Dallas Mavericks gespielt (da spielt Dirk Novitzky!!!) Die Stimmung im Stadion war spitze, und die Show in den Pausen unerwartet unterhaltsam: Cheerleaders, Promition Events und solche Sachen haben die Sache abgerundet.

Dieses Wochenende geht es nach New Orleans! Werde berichten.

Dienstag, 18. November 2008

Cell phone not mobile nor handy!

Ich bin wieder erreichbar. Und zwar unter:

+1 832 421 8284

Ich freue mich über eure Anrufen und SMS :-). Mein deutsches Handy ist parallel im Betrieb, SMS kommen also an, habe es aber nicht ständig bei mir.

Gruß aus Pearland

Dienstag, 11. November 2008

Austin

Hallo liebe Leser,

am vergangenen Wochenende haben wir uns die Haupt(party)stadt von Texas angeschaut. Das heißt Hannes, Basti und ich haben uns am Samstagfrüh in unseren "geliebten" Saturn Ion gesetzt und sind 4h nach Nordwesten gefahren. Außer dem Kapitol gibt es in Auston nicht all zu viel zu besichtigen. Nach Austin fährt man aber auch nicht zum Sightseeing sondern um Nachts die vielen Locations der 6th Street abzuklappern.

Dort herrscht wohl jedes Wochenende Ausnahmezustand. Die 6th Street, in der sich eine Kneipe an die andere reiht wird von der Polizei sogar abgesperrt und es gibt fast überall Livemusik. Von Blues über Punkrock bis HipHip (nicht live) findet man wirklich alles und die Atmosphäre ist klasse. In den USA ist übrigens um 2:00am Schluss. Da wird man landesweit aus den Clubs und Bars geworfen und alle treten den Heimweg an. Sehr witzig, wirklich. Das Spektakel auf den Straßen danach ist wirklich sehenswert.

Uns 3 hat es aber noch auf eine Party in ner Fraternity in der Nähe der Uni verschlagen. Haben dort noch nen Absacker getrunken haben uns dann auf den sehr weiten Heimweg gemacht. Nachdem wir schon Nachmittags eine starke Stunde zur Jugendherberge gelaufen waren, haben wir uns für die Rückfahrt ein Taxi gegönnt.

Am Sonntag haben wir uns noch die Tropfsteinhölen von Georgtown angeschaut. Sehr beeindruckend. Auch die direkt am Highway gelegene Outlet-Mall haben wir nicht links liegen lassen :-).

Am kommenden Wochenende wird es vorrauslichtlich etwas ruhiger. Mal schauen was wir hier in Houston so machen.

Noch ein paar Infos:
Wie manche vielleicht schon bemerkt haben funktioniert mein amerikanisches Handy zur Zeit nicht. Das liegt daran, dass hier das Guthaben recht zügig verfällt und ich keine Lust habe alle 30 Tage 20$ aufzuladen. Werde bis auf weiteres auch kein Handy haben, weil ich es eh kaum brauche. Erst für die große Reise in 5 Wochen wieder, ich sag euch Bescheid. Achja, und sollten die besonders eifrigen Leser wieder Rechtschreibfehler finden... ihr dürft sie ALLE behalten :-).

Der Link zu den Fotos auf meinem Picasa Webalbum ist inzwischen auch auf der rechten Seitenleiste zu finden, nebst ein paar neuen Links zu den Blogs meiner Karlsruher Mitstreiter.

Grüße aus Pearland

Dienstag, 4. November 2008

Padre Island & Corpus Christi

Hallo zusammen,

eigentlich war für das vergangene Wochenende ein Ausflug nach Austin geplant. Den haben wir aber wegen Unterkunftsmangel auf diese Woche verschoben. Stattdessen haben wir uns in unseren Saturn Ion gesetzt und sind nach Corpus Christi gefahren. Die nicht ganz so grosse Stadt liegt direkt am Meer und ist bekannt für die schönen Strände in der Umgebung.


Den ausgemusterten Flugzeugträger USS Lexington, der In der Bucht von Corpus liegt und inzwischen ein Museum ist, haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Das allerbeste sollte aber noch kommen. Da Corpus Christi runde 4 Autostunden von Houston entfernt ist, haben wir in Port Aransas übernachtet und haben am Sonntag mit der Fähre auf Padre Island übergesetzt. Padre Island ist ein Nationalpark mit den wohl schönsten Strände am Golf von Mexico. So haben wir den ganzen Sonntag im engenehm Warmen wasser verbracht, uns die Novembersonne auf den Bauch scheinen lassen und mal so richig entspannt. Die Tierwelt hatte auch so einiges zu bieten. Es gibt dort Schildkröten (leider keine gesehen), Quallen, Fische, Krebse, Pelikane, Delfine, Erdmännchen und sicher noch viele die uns nicht begegnet sind.

Jetzt pflegen wir unsere etwas strapazierte Haut und wechslen uns mit den Kartons-Packen-Schichten im Machineroom ab. Mein Spritzgussteil-Projekt nimmt auch immer mehr Kontur an. Gerade ist es für mich sogar recht spannend, da ich mit unserem Werkzeuglieferanten das Design noch optimieren muss. Wäre echt klasse, wenn das Teil eines Tages mal vom Band fallen würde.

Klickt weiterhin mal vorbei und kommentiert fleissig! Bis zum Austin Bericht!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wings Over Houston

Hey Blogleser,
ich wollte euch noch schnell vom letzten Wochenende berichten. Am Samstag waren wir Abends auf einem privaten "Oktoberfest" "eingeladen". Die Fete stieg im Rahmen einer Wohltätigkeitsorganisation, in der die Konrads, unsere Chefs, aktiv sind. Freundlicherweise waren die Praktikantne auch willkommn, allerdings hauptsächlich um beim Catering mit anzupacken, also Bier ausschenken, Grillen, etc. Aber was tut man nicht alles für frei-Bier und gutes Essen. Wir hatten unseren Spaß.

Am Sonntag waren wir bei der "Wings over Houston" Airshow am Ellington Field. Das war sehr beerindruckend, in jeder Hinsicht. Viele Flugzeuge waren zum anfassen auf dem Rollfeld ausgestellt. Kleiner Maschinen, Kampfjets, der gigantisch große B-52 Bomber, eine hochmoderne C-17 Frachtmaschine von Boing und der sagenhafte Shuttle-Carrier der Nasa.

Das eigentliche Spektakel gab es aber in der Luft. Von halsbrecherischer Luftakrobatik bis hin zum perfekten Formationsflug der "Thunderbirds", der F-16-Staffel der US Air Force. Es war einiges geboten. Ein Klick auf mein Webalbum auf Picasa lohnt sich glaube ich. Ich fands klasse die Jets mal hautnah zu erleben. Die Geschwindigkeit, der Lärm, die Wendigkeit...unglaublich.



Besonders eindrucksvoll war aber vor allem die Atmosphäre der Veranstaltung. Ich sags gleich: Patriotischer und mit noch mehr Kriegsverherrlichung geht's kaum. Als ca. 35 ältere Maschinen im Anflug waren und Pearl Harbour eindrucksvoll nachstellten wurden wir ja schon etwas stutzig. Aber auch ein kleines Kriegsspiel im Stil des Vietnamkrieges mit Helikoptern kam bald danach. Passend zum Spektakel gaben alte Kriegsveteranen Unterschriften in den Zelten der Air Force, wo man am PC-Spiel die neuen Kriegsdrohnen der Army ausprobieren konnte.

Das alles kam uns schon etwas befremdlich vor, aber in den USA gehört das Militär und "der Kampf und die geliebte Freiheit" dazu.

Machts gut! Bis bald.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Houston, New Braunfells, San Antonio

Hallo Blogleser,

Zeit für ein Update! Gleich mal vorneweg: Mir gehts grad prima hier in Houston. Schon die letzte Woche in der Firma war sehr angenehm. Ich habe es immer öfter geschafft dem Mashine room zu entfliehen und an der Entwicklung meines "side locks" weiterzuarbeiten. Ich soll mit ner CAD Software ein neues Design für ein kleines Kunststoffteil an den Enden der Profilen entwerfen. Macht echt spass. Diese Woche machen wir den Entwurf eines neuen Rolladenprofils fertig. Ihr seht, es geht bergauf. Jetzt aber alles der Reihe nach.

Vorletzten Sonntag hatten wir eine Einladung bei Familie Gennsler in Houston. Die Leute kennen unseren Chef recht gut und der Sohn Oliver studiert witzigerweiße Maschinenbau mit uns in Karlsruhe, jedoch am International Department. Da Oliver für 10 Tage in Houston war, haben die Gensslers und kurzerhand zum Grillen eingeladen. Das war wohl die edleste BBQ meines Lebens.

Links: Von o.l.: Hannes, Oliver, Alehandro, Basti, ich, Vanessa.

Rechts: Katharina in der Mitte und noch eine Freundin von Ali am rechten Bildrand.



Am vergangenen Freitag waren wir dann mit Oliver und seinen Freunden in Houston auf Tour. War klasse! Am Samstagmorgen sind wir dann zu 5nft nach New Braunfells aufgebrochen. Johannes, Basti, Vanessa, Katharina und ich. Vanessa ist ja eine der Praktikantinen und Katharina haben wir im Konsulat getroffen. Die äußerst gesprächige Dame aus Oldenburg ist zum Urlaub und zum Babysitten zu ihrer Schwester und ihrem Schwager nach Houston gekommen. New Braunfells ist jetzt zwar nicht der Nabel von Texas, aber es gibt dort Flüsse die für River Rafting prepariert sind. Dort mietet man sich dann nen großen Gummireif kauft sich möglichst viel Bier, packt das in ein Netz und bindet es an seinen Reifen! Dann wird ins 23°C warme wasser gesessen, man lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen und gondelt gemütlich flussabwärts. Das ist Lebensqualität sag ich euch! Besser geht's kaum. Wir haben uns köstlich amüsiert und die paar Stromschnellen so oft durchfahren, dass wir am Ende fast 5 Stunden auf dem Wasser waren. Die Fotos muss ich leider nachreichen, da die Bilder aus Katharina's wasserdichte Kamera erst noch entwickelt werden müssen.

Da New Braunfells ca. 3h von Houston entfernt ist haben wir die Nacht und den folgenden Sonntag in San Antonio verbracht. San Antonio (7. größte Stadt in den USA!) ist wirklich hübsch. Zwar ist so ziemlich alles künstlich errichtet worden, inclusive einem ausgedehntem tiefergelegenen Flussystem, dem Riverwalk, doch bietet San Antonio gerade Abends eine herrliche Atmosphäre. Wir waren dann direkt am Riverwalk mexikanisch Essen, waren aber nach 3h Schlaf, viel Autofahren, viel Bier auf dem Fluss und viel Sonne ziemlich geplättet. Am Sontag haben wir dann den berühmten Schlachtplatz von Alamo besichtigt, wo ca 200 Texaner versuchten, gegen tausende Mexikaner Widerstand zu leisten. Ihr seht, wir hatten ein prächtiges Wochenende. Jetzt wird wieder ein bisschen gespart und "gefastet". Die letzte Woche war mit All-you-can-eat-buffet, BBQ und Road trip geprägt vom ausgiebigen Essen.

Inzwischen finde ich auch immer öfter Gelegenheit mal wieder Laufen zu gehen. Zwar springe ich jeden Tag nach der Arbeit in den Pool, aber es muss ja auch Ersatz für meine Fahrradtouren her. Für das kommenden Wochenden steht bisher nur eine Einladung auf ein privates Oktoberfest bei Freunden unserer Chefs fest. Mal sehen was sich noch so ergibt.

Bleibt mir treu meine Leser! Und übrigens: Ihr könnt jetzt auch ohne einen Google-Account Kommentare scheiben! Ich würde mich freuen!

Gruß aus Houston!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Houston we HAD a problem

Servus Blogleser,

ich dachte ich melde mich mal wieder. Mal überlegen wo ich anfange...
Wir haben inzwischen wieder Strom in der Firma. Das hieß leider nicht direkt, dass ich mich wie Basti auf den Weg von der Halle ins Büro machen konnte, sondern dass ich erstmal geholfen habe die Rollformanlage wieder in Gang zu setzen. Das ging schneller als gedacht. Außer einem Sensor war alles in Ordnung. Allerdings habe ich dann noch fast die ganze Woche an der Maschine gestanden und die Rolladenschienen verpackt, weil der eine Kollege recht unregelmäßig zur Arbeit erscheint und ersetzt werden muss... das wird mir wohl noch öfters passieren. So langsam bekomme ich aber immer mehr Jobs im Büro, was meiner Laune ganz gut tut.

Inzwischen sind wir 5 Praktikanten. Es kam noch Christin (Russischer Ursprung) und Vanessa aus dem Münsterland hinzu. Die beiden arbeiten den Sekretärinnen zu. Das Christin weder den Führerschein hat, noch 21 ist hat schon zu gewissen Komplikationen geführt. In den USA kommt man unter 21 nämlich nichtmal über die Schwelle einer Kneipe.

Wir waren des öfteren mal mit Can, dem vietnamesischen Alleskönner von Rollac, unterwegs. Sowohl in Houston Downtown, als auch einfach mal auf ein Bier hier in Pearland. Sehr angenehmer Zeitgenosse, der viele Tipps und witzige Geschichten über Rollac auf Lager hat. v.l: Stefan, der die Augen gerad nicht ganz aufbekommen hat, Sebastian, Hannes und ich. Foto von Can folgt noch.

Letztes Wochenende waren wir im Houston Natural Science Museum. Hat sich echt gelohnt. Ist durchaus mit dem Natural History Museum aus London zu vergleichen, wenn auch nicht ganz so groß. Eindeutig cooler war aber unser heuter Trip zum Johnson Space Centre hier in Houston. Wir haben das historische Mission Control Centre gesehen, die RIESIGE Saturn V Rakete und vieles mehr...siehe Bilder.

Am Freitag Abend hat uns unser Chef mit aufs Konsulat genommen. Dort gab es anlässlich des Tags der Deutschen Einheit ein kleines aber nobles Fest für geladene Gäste. Wir haben uns unter die Reichen und Wichtigen gemischt und das Buffet genossen :-). War mal schön die frisch gekaufte Stoffhose fürs Praktikum endlich mal einzusetzen. In der Firma werd ich die ja nicht brauchen.

Tja, wohnen tun wir nach wie vor bei den Chefs und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Wir haben auf eigene Faust versucht was zu bekommen, aber da ist nichts zu holen. Ohne Social Security Number, mit unerem geringen Einkommen und für die kurze Zeit bekommt man hier nichts. Für die Annehmlichkeiten wie Pool, Fitness-Raum und ab und zu deutsches Essen, nehme ich die eingeschränkte Unabhängigkeit für 3 Monate aber in kauf.

Auch mit der Tatsache das uns das Praktikum bei Rollac fachlich nicht wirklich etwas bringen wird, haben wir uns abgefunden.Wir machen das beste daraus und nehmen alles mit, was es in Texas zu erleben gibt.

Die Details zum inzwischen "gelösten" Praktikum-Problem gibt es beim nächsten mal... ist schon wieder recht spät geworden.
Gruß aus Pearland

PS: Für alle die bisher die restlichen Bilder noch nicht gefunden haben: Picasa-Webalben

Sonntag, 21. September 2008

Die ersten Tage im Land der Unbegrenzten Unmöglichkeiten

Hallo Blogleser,
nachdem ich euch wegen akutem Internetmangel in den letzten Tagen etwas habe hängen lassen gibt es hier mal ein Lebenszeichen.

Am Dienstagabend wurden wir von unseren amerikanischen Austauschpartnern vom Flughafen in Chicago bis zu unseren vorrübergehenden Wohnungen aufm dem Campus gefahren. Am selben Abend war nicht mehr allzu viel mit uns anzufangen, da der Tag ja doch etwa 30h hatte von denen wir ca. 24 auf den Beinen waren. An der Uni begann dann wie erwartet die Schnitzeljagd nach Formularen und Medizintests.

Es war echt schön unsere Amis wieder zu treffen. Wir wurden praktisch in Schichten rundum betreut, das heißt: über den wunderschönen aber RIESIGEN Campus geführt und durch West Lafayette chauffiert. Höhepunkt des Mittwochabends war die GEARE-Grillparty auf dem Anwesen von Prof. Hirleman. Dort wurden sämtliche ehemaligen, zukünftigen und aktuellen Teilnehmer des GEARE-Programms, Professoren, Dozenten und weitere hochkarätigen Gäste eingeladen. In für mich unerwartet entspannter Athmosphäre hat man sich hier bei tollem Essen ausgetauscht. Besonders spannend war die Begegnung mit Sigmar Wittig, der uns mit seiner Vergangenheit schwer beeindruckt hat (Prof in Achen, Rektor an der UNI Karlsruhe, Vorstandsvorsitzender des DLR etc... siehe Link).

Am Donnerstagabend haben wir direkt die berühmt berüchtigte Kaktus-Bar in der Nähe des Campus getestet. Welch ein Fest. Der Club ist (wie zu erwarten) riesig! Man kauft sich zu beginn nen ca. 0,7l großen Becher, den man sich wahlweise mit Bier (50 Cent) oder Longdrinks wie LongIsland (3$) füllen lässt. Mehr brauch ich glaub nicht zu sagen. Ach ja, das noch! Es gibt da drin auch nen Piano Man, der an nem schäbigen Flügel ne unglaubliche Stimmung macht, super der Typ.

Am Freitagfrüh begann also unsere lange Fahrt nach Houston. Sagenhafte 1184 Meilen (ca. 1900km) lagen vor uns. Wir haben uns für die Fahrt mit dem Mietauto entschieden, nachdem die Buchung unseres Fluges aus unbekannten Gründen geplatzt ist. Es war aber auch ein tolles Gefühl den "American Spirit" direkt mal auszuprobieren.
Die Reise mit Zwischenstop in Memphis ging durch die Staaten Indiana, Illinois, Missouri, Arkansas, Tennesee, Arkansas und Texas. Die Reise lässt sich eigentlich recht schnell beschreiben: Tempolimit (70m/h) --> Cruise Control auf 72,9 und warten bis zur nächsten Kurve...so in 100 Meilen ca. Die endlose Weite aber auch Leere dieses Landes kann man sich gar nicht vorstellen. Ein Beispiel: Die Interstate in Arkansas ging durch ein Baumwollfeld in dem man bis zum Horizont (!) NICHTS zu sehen war. Ich bin noch nie so lange geadeaus gefahren wie die letzten beiden Tage. Da wir aber zu dritt waren, ging das alles sehr entspannt, und dank GPS und Tempolimit war es wirklich eine Stressfreie Reise.

In Memphis sind wir dank Andi's Kontakte praktisch umsonst bei 2 BWL Studenten aus Darmstadt untergekommen. Eine Fahrt mit der uralten Tram und einen Spaziergang durch die berühmte Beal Street haben wir uns nicht nehmen lassen. Selbst das Motel in dem M.L.King Jr. ermordet wurde haben wir gesehen.

Am Samstagabend kamen wir also in Houston an. Da unser Chef wegen dem Hurricane noch keine Wohnung für uns gefunden hat, hat er uns kurzerhand bei sich zu Hause einquartiert. Die beiden Gastgeber, Werner Roland und seine Frau Eva sind sehr nett, und wie ihr sicher schon vermutet habt Deutsche. Die beiden haben so manche Schäden zu beklagen. Im Privathaus ist das Dach beschädigt, die Zäune kaputt, sämtliche Fische sind gestorben, Antennen sind umgeknickt und Bäume wurden zerpflückt. Die Firma hat es allerdings heftiger getroffen. Dort gibt es bis heute immer noch keinen Strom, das Dach wurde teils abgedeckt Wasser steht an vielen Stellen, etc... Wir werden also noch eine Weile mit anpacken müssen ehe es ans Ingenieurspraktikum geht.

Für mehr Bilder könnt ihr rechts auf meine Diashop klicken und mein Web-Album anschauen. Ich glaube es lohnt sich :-).

Montag, 15. September 2008

Hallo liebe

Verwandtschaft, Freunde, Kommilitonen und Neugierige, in Zukunft --> Blogleser! Willkommen auf meinem neuen Blog "Claudius in Amerika". Ich lade euch ein, mich auf einem neuen Kapitel meines Lebens mit euren Kommentaren zu begleiten. Nachdem ich schon in England auch in den harten Zeiten auf euch setzen konnte und mein Blog sich großer Beliebtheit erfreut hat, dachte ich, ich halte euch auch währen meines Auslandsemesters in den USA auf diesem Weg auf dem Laufenden.

Für alle die noch nicht ganz im Bilde sind was sie hier erwartet:
Seit Februar diesen Jahres bin ich Teilnehmer am GEARE (Global Engineering Alliance for Research and Education) Austausch Programm des IPEK's (Institut für Produktentwicklung Karlsruhe). Dadurch darf ich jetzt für 8 Monate in die USA um dort eine Kombination aus Industriepraktikum und Auslandssemester an der Purdue University zu machen. Obendrein haben wir das vergangene Semster bereits gemeinsam mit unseren Amerikanischen Austauschpartnern in Karlsruhe studiert. Schon dieser Teil des Programms war ein Heidenspaß.

Jetzt geht es also für uns 11 nach Amerika. Es gibt nämlich auch eine kleine 4er Gruppe die den Austausch mit Shanghai macht. Die letzten Wochen waren kein Zuckerschlecken. Die Vordiplomsklausuren haben mich einiges an Kraft gekostet. Da war nicht viel mit Vorfreude, aber jetzt, da alles vorbei ist (und vorrausslichtlich auch bestanden) kann ichs kaum mehr erwarten.

Morgen Mittag um 14:25 Uhr steigt in Frankfurt eine Boeing 737 mit 10 bestens gelaunten Maschinenbaustudenten und einer StudentIN in den Himmel! Zunächst werden wir ein paar Tage in West Lafayette verbringen, um uns einzuschreiben, Studentenausweise zu bekommen etc. Dann geht es für Johannes, Sebastian und mich mit nem Mietauto weiter nach Houston.

Genaueres über mein Praktikum, ob die Firmenhalle nach Ike noch steht und wo ich untergebracht bin. Schreibe ich beim nächsten Mal. Ich freue mich auf eure Kommentare!