nachdem ich euch wegen akutem Internetmangel in den letzten Tagen etwas habe hängen lassen gibt es hier mal ein Lebenszeichen.
Am Dienstagabend
wurden wir von unseren amerikanischen Austauschpartnern vom Flughafen in Chicago bis zu unseren vorrübergehenden Wohnungen aufm dem Campus gefahren. Am selben Abend war nicht mehr allzu viel mit uns anzufangen, da der Tag ja doch etwa 30h hatte von denen wir ca. 24 auf den Beinen waren. An der Uni begann dann wie erwartet die Schnitzeljagd nach Formularen und Medizintests.Es war echt schön unsere Amis wieder zu treffen. Wir wurden praktisch in Schichten rundum betreut, das heißt: über den wunderschönen aber RIESIGEN Campus geführt und durch West Lafayette chauffiert. Höhepunkt des Mittwochabends war die GEARE-Grillparty auf dem Anwesen von Prof. Hirleman. Dort wurden sämtliche ehemaligen, zukünftigen und aktuellen Teilnehmer des GEARE-Programms, Professoren, Dozenten und weitere hochkarätigen Gäste eingeladen. In für mich unerwartet entspannter Athmosphäre hat man sich hier bei tollem Essen ausgetauscht. Besonders spannend war die Begegnung mit Sigmar Wittig, der uns mit seiner Vergangenheit schwer beeindruckt hat (Prof in Achen, Rektor an der UNI Karlsruhe, Vorstandsvorsitzender des DLR etc... siehe Link).
Am Donnerstagabend haben wir direkt die berühmt berüchtigte Kaktus-Bar in der Nähe des Campus getestet. Welch ein Fest. Der Club ist (wie zu erwarten) riesig! Man kauft sich zu beginn nen ca. 0,7l großen Becher, den man sich wahlweise mit Bier (50 Cent) oder Longdrinks wie LongIsland (3$) füllen lässt. Mehr brauch ich glaub nicht zu sagen. Ach ja, das noch! Es gibt da drin auch nen Piano Man, der an nem schäbigen Flügel ne unglaubliche Stimmung macht, super der Typ.

Am Freitagfrüh begann also unsere lange Fahrt nach Houston. Sagenhafte 1184 Meilen (ca. 1900km) lagen vor uns. Wir haben uns für die Fahrt mit dem Mietauto entschieden, nachdem die Buchung unseres Fluges aus unbekannten Gründen geplatzt ist. Es war aber auch ein tolles Gefühl den "American Spirit" direkt mal auszuprobieren.
Die Reise mit Zwischenstop in Memphis ging durch die Staaten Indiana, Illinois, Missouri, Arkansas, Tennesee, Arkansas und Texas. Die Reise lässt sich eigentlich recht schnell beschreiben: Tempolimit (70m/h) --> Cruise Control auf 72,9 und warten bis zur nächsten Kurve...so in 100 Meilen ca. Die endlose Weite aber auch Leere dieses Landes kann man sich gar nicht vorstellen. Ein Beispiel: Die Interstate in Arkansas ging durch ein Baumwollfeld in dem man bis zum Horizont (!) NICHTS zu sehen war. Ich bin noch nie so lange geadeaus gefahren wie die letzten beiden Tage. Da wir aber zu dritt waren, ging das alles sehr entspannt, und dank GPS und Tempolimit war es wirklich eine Stressfreie Reise.
In Memphis sind wir d
ank Andi's Kontakte praktisch umsonst bei 2 BWL Studenten aus Darmstadt untergekommen. Eine Fahrt mit der uralten Tram und einen Spaziergang durch die berühmte Beal Street haben wir uns nicht nehmen lassen. Selbst das Motel in dem M.L.King Jr. ermordet wurde haben wir gesehen.Am Samstagabend kamen wir also in Houston an. Da unser Chef wegen dem Hurricane noch keine Wohnung für uns gefunden hat, hat er uns kurzerhand bei sich zu Hause einquartiert. Die beiden Gastgeber, Werner Roland und seine Frau Eva sin
d sehr nett, und wie ihr sicher schon vermutet habt Deutsche. Die beiden haben so manche Schäden zu beklagen. Im Privathaus ist das Dach beschädigt, die Zäune kaputt, sämtliche Fische sind gestorben, Antennen sind umgeknickt und Bäume wurden zerpflückt. Die Firma hat es allerdings heftiger getroffen. Dort gibt es bis heute immer noch keinen Strom, das Dach wurde teils abgedeckt Wasser steht an vielen Stellen, etc... Wir werden also noch eine Weile mit anpacken müssen ehe es ans Ingenieurspraktikum geht.Für mehr Bilder könnt ihr rechts auf meine Diashop klicken und mein Web-Album anschauen. Ich glaube es lohnt sich :-).

1 Kommentar:
Hi Claudius. Coole Fotos. Wie sind die Autos in Foto 34 auf den Parkplatz gekommen :)
Ich hoffe du hast viel Spaß in Amerika. Lg kate & mo
Kommentar veröffentlichen